Im Rahmen des Projektes Artenreicher Schulhof setzte eine Projektgruppe aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 7-12 sowie Lehrkräften im hinteren, ökologisch gehaltenen Teil des Schulgartens verschiedene Vorhaben mit viel Engagement und Freude an der praktischen Arbeit um.
Zunächst war die komplett von Brombeeren überwucherte hintere Ecke des Schulgartens dran. Mit einem Mietbagger entfernten wir hier etwa 50 Quadratmeter Brombeerhecke, die Teile des Gartens in den letzten Jahren nicht mehr zugänglich machte und jegliche andere Pflanzen verdrängt hatte.

Nach Sicherheitseinweisungen in die Gerätschaften hatten die Schülerinnen und Schüler sichtlich Spaß mit Freischneider und/oder Bagger an die Arbeit zu gehen.


Auf der freigewordenen Fläche hoben wir mit dem Bagger eine Grube aus, in die wir 1 Tonne ungewaschenen Grubensand schütteten, um ein Sandarium für Wildbienen anzulegen, die in der Erde nisten (dies betrifft den Großteil der Wildbienen in Deutschland). Mit einer Umrandung aus Totholz ist dieser Lebensraum perfekt ergänzt, da die Wildbienen Material des Totholzes für den Bau ihrer Brutgänge verwenden.

Im Herbst wird die freigewordene Fläche ergänzt werden durch einen Käferkeller, eine Eidechsenburg sowie einen Blühstreifen mit heimischen Wildblumen, damit die zukünftigen Bewohner unserer Anlagen ein breites Nahrungsangebot vorfinden werden. Mit Infotafeln möchten wir unsere Arbeit außerdem zugänglicher für Besucher und Biologieklassen machen.
Weitere Vorhaben umfassten den Schulteich. Da es hier jahreszeitlich etwas spät für Sauerstoffpflanzen war haben wir uns hier auf das Pflanzen von neuen Uferzonen-Pflanzen beschränkt sowie das Reinigen des Teiches und organische Schlammentfernung.
Die große Hitze herrschte zum Glück nicht während der Projekttage, in den Schulteich zu steigen ließen sich einige Projektteilnehmer aber nicht nehmen.

Ein weiteres Projekt wurde fertiggestellt, indem die Insektenboxen der 9A1 auf der alten „Bar“ positioniert sowie ein Dach zum Schutz vor Regen angebracht wurden. Das Ergebnis vorher/nachher kann sich im Sinne des Artenschutzes sowie auch der Optik wirklich sehen lassen:


Zu guter Letzt haben wir einem alten, völlig zugewucherten und nicht mehr genutzten Barfußpfad einen neuen Zweck gegeben. Wir haben ihn kurzerhand zu einer Totholzhecke umgebaut.

Alle Beteiligten können wirklich sehr stolz auf das Ergebnis der 3 Projekttage sein. To be continued…
Fotos und Text: Kathrin Schillinger